Die Müritz, Stadt Waren und Umgebung:

Die Müritz - Deutschlands  größter Binnensee.

Urlaub im Luftkurort Waren (Müritz) - inmitten der mecklenburgischen Seenplatte. Die Stadt mit ca. 20.000 Einwohnern liegt malerisch am Nordrand des mit 117 qkm größten deutschen Binnensee, der Müritz, die ihren Namen aus dem Wendischen (= morcze - kleines Meer) hat.

Die Stadt Waren (Müritz) wird in der älteren Literatur gern auch als das "Mecklenburgische Interlaken" bezeichnet. Dies hat seinen Ursprung in der besonderen geographischen Lage - Die komplett sanierte historische Altstadt liegt auf einem Ausläufer des uralisch-baltischen Höhenrückens und wird auf der einen Seite durch den Tief-Warensee und zum anderen durch das "Kleine Meer" (die Müritz) umrahmt.
Im Jahr 2013 feiert die Stadt Waren (Müritz) ihr 750-jähriges Bestehen. Obwohl neuere Forschungen belegen können, dass die Stadt sicher älter ist, hat man sich entschlossen, diese Altersbestimmung beizubehalten.

Waren-Müritz um 1610.Eine Urkunde mit den verliehenen Stadtrechten soll letztmalig 1666 vorgelegt worden sein. Sie wird den Wirren der Kriege oder einem der verheerenden Stadtbrände zum Opfer gefallen sein. In verkehrsgünstiger Lage angelegt und von drei Seiten von Seen und Sumpf umgeben, entstand die Stadt an einer viel benutzten Verbindung zwischen den westlich und östlich der Müritz gelegenen Landesteilen.

Von 1347 bis 1426 war sie Residenz der Herren von Werle-Waren. Mehrere Stadtbrände verhinderten danach das weitere Wachsen der Siedlung. Besonders verheerend waren die Feuersbrünste des 16. und 17. Jahrhunderts, die die Leiden des Dreißigjährigen Krieges noch verschlimmerten. Von wirtschaftlicher Bedeutung war vor der Zeit der Industrialisierung lediglich das Handwerk. Fachwerkhäuser auf dem Alten Markt in Waren-Müritz.Eine Urkunde mit den verliehenen Stadtrechten soll letztmalig 1666 vorgelegt worden sein. Es war in Waren, wie in Mecklenburg üblich, in sogenannten Ämtern organisiert. Im 15. Jahrhundert erkämpften sich die neun privilegierten Ämter der Schuhmacher, Bäcker, Wollenweber, Knochenhauer (so wurden die Schlachter genannt), Schröder (Schneider), Krämer, Schmiede, Kürschner und Fischer auch in Waren den Zutritt zum Rat. Ihr Mitspracherecht zeigte sich bis ins 19. Jahrhundert unter anderem bei den Bürgermeisterwahlen.

Ein nachhaltiger Aufschwung vollzog sich erst im 19. Jahrhundert, als die Stadt durch die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse zu einem regionalen Zentrum des Müritzgebietes wurde. Neben dem Ausbau von Schifffahrtswegen zu Elbe und Havel in der ersten Hälfte war es der Chausseebau in der Mitte und vor allem die Anlage wichtiger Eisenbahnverbindungen zum Ende des 19. Jahrhunderts, die Waren zu einem bedeutenden Verkehrsknoten in Mecklenburg machten. Ein Dampfschiff verkehrte zwischen 1846 und 1857 auf der Müritz. In der Amtszeit von Bürgermeister Wilhelm Schlaaff hielt zwischen 1866 und 1899 die Moderne Einzug. Sanierte Fachwerkhäuser in der Altstadt von Waren-Müritz.Eine Urkunde mit den verliehenen Stadtrechten soll letztmalig 1666 vorgelegt worden sein. Bereits 1856 erfolgte der Anschluß an das Telegraphennetz, 1863 nahm das Gaswerk seinen Betrieb auf, 1898 baute man als eine der ersten mecklenburgischen Binnenstädte nach der Landeshauptstadt Schwerin ein Wasserwerk, seit 1899 gab es für Waren ein innerstädtisches Telefonnetz. 1866 stiftete Freiherr Hermann von Maltzan in Waren ein naturhistorisches Museum für Mecklenburg, das Schulwesen wurde nicht nur durch die Einrichtung eines Gymnasiums 1869 verbessert, im Jahre 1871 konnte das erste städtische Krankenhaus eröffnet werden. Die Industrialisierung trat schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts in ihrer Bedeutung hinter den Fremdenverkehr zurück.

Mit Leitsprüchen wie "Waren an der Müritz - das mecklenburgische Interlaken" oder "Wandern, Baden, Wasserfahren - nirgends schöner als in Waren" wurde in den 1920-er und 1930-er Jahren im ganzen Land geworben. Seit 1920 Kreisstadt wuchs Waren auch zum verwaltungsmäßigen Mittelpunkt der Müritzregion. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs vergingen fast zehn Jahre, ehe man sich an Waren als Urlaubs- und Kurort erinnerte. Der Yachthafen von Waren-Müritz mit der Flaniermeile.Eine Urkunde mit den verliehenen Stadtrechten soll letztmalig 1666 vorgelegt worden sein. 1954 erhielt die Stadt erstmals den Titel eines Luftkurortes und seit 1955 gibt es eine Kurverwaltung. In der sozialistischen Wirtschaftspolitik stand aber die Industrialisierung neben dem "Hauptwirtschaftszweig Landwirtschaft" im Vordergrund. Zeltplätze und große FDGB-Ferienheime in der näheren Umgebung dienten dem Massentourismus. Erst ab 1990 wurde die für den Fremdenverkehr erforderliche Infrastruktur mit Hotels, Gaststätten und kulturellen Einrichtungen zügig entwickelt. Heute ist die sanierte historische Altstadt und eine zum Wandern und Erholen erschlossene Landschaft die Basis für den Tourismus. Im Mai 1999 wurden die vielfältigen Anstrengungen mit der erneuten Verleihung des Titels "Luftkurort" an Waren gewürdigt.

Textquelle:
Homepage der Stadt Waren (Müritz) in Auszügen und www.mueritzinformation.de
Bildquelle: www.waren-mueritz.de